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Hand writing with pen

Auf welche Texte ein Leser anspringt

Lesezeit: 2 Minuten

Wie hat sich der Lesefluss in Online Medien verändert? Welche Tipps und Tricks können Redakteure anwenden um ihre Texte attraktiver zu gestalten? Die Antworten gibt‘s hier.

Das Internet hat uns auf vielfache Weise verändert. Es ermöglicht uns ständigen Zugang zu Informationen, erlaubt es uns immer erreichbar zu sein und unser Wissen mit der ganzen Welt zu teilen. Diese ungeheuren Datenmengen arten in eine Informationsflut aus.

Auch der Leser hat sich durch das Internet geändert. Zeit ist ein knappes Gut und er möchte seine Ziele schnell und effektiv erreichen.

Der Leser entscheidet sich ausfolgenden Gründen einen Text zu lesen

  • Neugier: Das will ich unbedingt wissen
  • Druck: Ich brauche eine schnelle Lösung
  • Vorteil: Was habe ich davon?
  • Angst: Ich muss verhindern, dass etwas passiert (Klassiker: Versicherungen, Urteile etc.)
  • Zugehörigkeit: Schön, dass andere auch so denken
  • Bestätigung: Habe ich es doch schon immer geahnt

Die F-Form

Durch die ständige Verfügbarkeit auf unseren mobilen Endgeräten holen wir uns Informationen immer häufiger aus Online Medien. Studien haben ergeben, dass sich bei Online Texten die F-Form im Lesefluss wiederspiegelt. 70% der Leser bleiben im linken Bereich hängen. Der Leser muss einen Grund haben um den Text zu lesen, andernfalls springt er in kürzester Zeit ab.

Was ist nun anders?

Für den Onlineredakteur gilt daher, dass er seine Inhalte entsprechend anpassen muss. Unterüberschriften helfen dem Leser sich schnell ein Bild über den Inhalt zu machen. Wichtige Informationen sollen fett hervorgehoben werden. Pro Absatz darf nur ein Thema behandelt werden. Der Leser entscheidet selbst, welche Kapitel er liest und ob er dem Text weiter folgen möchte.

Kurz- Klar – Bildhaft

Eine goldene Regel gilt schon seit über hundert Jahren und hat sich auch im Internetzeitalter nicht geändert. Der amerikanische Verleger und Journalist Josef Pulitzer trifft es auf den Punkt. Was immer du schreibst,

  • schreibe kurz, und sie werden es lesen,
  • schreibe klar, und sie werden es verstehen,
  • schreibe bildhaft, und sie werden es im Gedächtnis behalten.

Die nächste Stufe des Schreibens im Web ist die Anpassung an besondere Bedürfnisse. Hier empfehle ich den Blogbeitrag von Michael zum Barrierefreien Schreiben im Web.

 

Quelle: Kronenberger, U. (2016). Erfolgreich im Internet schreiben – So werden Sie gelesen! K & C.

 

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