allcontentstrategy
holding football soccer player

Digitale Community hin oder her – Was macht ein gutes Community Management aus?

Lesezeit: 3 Minuten

Laut Wikipedia ist Community Management „eine Form der Führung einer Online-Community. Das Community Management fungiert als Bindeglied zwischen dem Seitenbetreiber und den Benutzern. Die Aufgaben sind hierbei vielschichtig […].“ Der Bundesverband für Community Management bietet diesbezüglich sogar eigene Zertifizierungen an. Was muss aber ein Community Management können und woran erkenne ich ein gut geführtes Community Management?

Erfolgreiche Community im Netz: transfermarkt.de

Seit dem Jahr 2000 existiert bereits die Online-Community von transfermarkt.de, wo sich registrierte Mitglieder online rege über das runde Leder austauschen. Auf der Website werden aktuelle Nachrichten zu Spielertransfers, Gerüchte rund um Transfers, Marktwerte usw. veröffentlicht. In den unterschiedlichen Foren teilen User ihre Meinungen über einzelne Spieler mit und diskutieren deren Leistungen. Eines der Top-Foren ist die Gerüchteküche. Hier werden mögliche Transfers aus unterschiedlichsten Quellen gepostet. Die Wertung in Prozenten gibt an wie wahrscheinlich ein Transfer beispielsweise ist. Die Kommunikation wird hauptsächlich durch die Mitglieder selbst gestaltet. In den Nutzungsbedingungen sind die Spielregeln für den gegenseitigen Austausch festgelegt.

Spielregeln innerhalb der Fußball-Community

Jeder registrierte User kann kommentieren und Posts zu verschiedenen Themen beitragen. Diese werden gezählt und können von Mitgliedern bewertet werden. Alle Nutzer der Foren (auch nicht registrierte User) sehen die Anzahl der Beiträge, Bewertungen der Beiträge und seit wann ein User Mitglied ist. Darüber hinaus gibt es sogenannte TM-Experten. Mitglieder, die schon länger Teil der Community sind und mit hochwertigen Posts aufgefallen sind, können sich als Experte bewerben. Der Anreiz selbst Beiträge zu verfassen und Wertungen im Gerüchteküche-Forum abzugeben ist sehr groß und hält die Community bei Laune.

Die Rolle der Datenpfleger und Paten

Bei einer Anzahl von mehr als einer Million Mitglieder braucht es einige Regeln und Moderatoren, die alles im Blick behalten. Ein Datenpfleger kontrolliert gemeinsam mit den Usern, ob alle Daten immer aktuell sind und werden einem bestimmten Gebiet zugeteilt. Die Paten wiederum sind die klassischen Moderatoren, die verschiedene Foren verwalten. Zu ihren Aufgaben zählen auch das beschließen von Sanktionen bei Regelverstößen. Ist ein Pate auch zugleich Administrator, so kann dieser auch Sanktionen selbst umsetzen. Das heißt, als „normaler“ User ist es möglich sich bis zu dem Status „Pate“ hochzuschreiben. Nur die Superadmins arbeiten direkt für die Transfermarkt GmbH. So können Mitarbeiter von User unterschieden werden. Darüber hinaus haben die Profil-Männchen unterschiedliche Farben, die den Status eines jeweiligen Users verraten.

Über die Grenzen der Website hinaus

18 Jahre später ist die Website-Community von Transfermarkt noch immer gefragt bei Fans der beliebtesten Ballsportart in Deutschland. Die Website bietet nicht nur Zahlen und Fakten einzelner Spieler, sondern auch einen eigenen Newsticker über aktuelle Transfers, Gerüchte, Statistiken und allgemeine News des Fußballgeschehens. Diese werden wiederum mehrmals täglich publiziert. Darüber hinaus gibt es die Community mittlerweile auch in zahlreichen anderen europäischen Ländern.

Im Jänner 2014 wurden erstmals 33,7 Millionen Besucher auf der Website gezählt. Eine Frequenz wovon andere Communities nur träumen können. Obwohl es sich in den Foren hauptsächlich um die Meinungen der einzelnen User handelt, hat die Website eine unglaubliche Bedeutung in der Fußballwelt. Nicht nur begeisterte Fans besuchen regelmäßig die Website, selbst die Profis nutzen die Plattform gerne, um sich zu informieren.

Mittlerweile beschränkt sich die Community nicht nur mehr auf die Website, sondern hat sich längst schon ausgebreitet auf Social-Media-Kanäle wie Facebook, Twitter, Instagram, Snapchat und Youtube.

 

Fazit

Das perfekte Zusammenspiel des Community Managements seitens der Transfermarkt GmbH und der Einbindung einzelner User ist meiner Meinung auch eines der Erfolgsgeheimnisse, warum die Seite nach wie vor beliebt ist. Durch die Vergabe von verschiedenen Berechtigungen an einzelne Mitglieder steigt auch der Drang nach mehr, um aktiv so viel wie möglich beitragen zu können. Da jedes Mitglied bewertet werden kann, damit einem ein gewisser Status verliehen wird, ist auch ein weiter Grund dafür, dass sich der Großteil auch um qualifizierte Äußerungen bemüht.

 

 

 

Quellen:

https://de.wikipedia.org/wiki/Community_Management

https://www.bvcm.org/unabhaengige_zertifizierung/

https://digitalmarketinginstitute.com/blog/2017-3-28-10-quick-tips-for-online-community-management

https://de.wikipedia.org/wiki/Transfermarkt.de

https://www.transfermarkt.de/-update-01-2018-faq-und-regeln-in-der-geruchtekuche-tm-experten/thread/forum/154/thread_id/938196

https://www.luzernerzeitung.ch/sport/fussball-die-ultimative-website-der-transfer-geruechtekueche-ld.91226

https://www.transfermarkt.de/intern/faq

https://de.statista.com/statistik/daten/studie/171072/umfrage/sportarten-fuer-die-besonderes-interesse-besteht/

http://www.aktives-abseits.de/wertsachen-oder-muster-ohne-wert-uber-die-macht-von-transfermarkt-de/

https://www.pexels.com/

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*

code