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Endspurt Masterarbeit

Lesezeit: 3 Minuten

In meinem Artikel Prokrastination: Mein Äffchen und ich habe ich bereits über meinen Hang zum Prokrastinieren geschrieben. Da nun die Zeit zur Abgabe der Masterarbeit ins Unüberbrückbare gerückt ist, hat sich auch mein Panic Monster endlich gemeldet. Was das Panic Monster in den letzten Wochen mit mir gemacht hat, möchte ich hier kundtun.

  • Die Kilos purzeln
    Juhu, ein positiver Nebeneffekt, wenn man nicht mehr zum Kochen kommt. Ich arbeite Vollzeit und bewege mich auch nach meinem Bürojob nicht aus meinem Sessel. Ich tippe und tippe und habe schlichtweg keine Zeit und Lust zu kochen. Abnehmen leicht gemacht.
  • Der Fettanteil steigt
    Tja,…wer sich keine Zeit nimmt anständig zu kochen, wird automatisch Hauptkunde der Süßigkeiten- und Chipsabteilung. Ich esse zwar aktuell nicht viel, aber das was ich esse hat es in sich. Gut so, wie ich finde, schmeckt ja auch.

Girl eating Chips in Supermarket

  • Keine Fernsicht mehr
    Mein liebstes Hobby Wandern ist ins Nirvana verschwunden. Dank meines Prokrastinierens kann ich es mir nicht mehr leisten einen ganzen Tag gemütlich mit meinen Freunden am Berg zu verbringen. Keine Aussicht, keine Gipfeljause, kein Gipfelschnaps.
  • Keine Fernsicht mehr Teil II
    Mein Papa fragt mich ständig, ob ich schon viereckige Augen habe. Nach einem neun Stunden Tag im Büro, gefolgt von fünf Stunden für die Masterarbeit, weiß ich, wovon er spricht.

Eyes rolling

  • Nackenschmerzen
    Ich sitze und sitze, den ganzen lieben Tag lang. Hilft ja auch nichts, die Diktierfunktion für Masterarbeiten ist noch nicht so ausgereift wie ich es gerne hätte.
  • Sehnenscheidenentzündung im Handgelenk
    Die Tastatur, die Maus, der Bürosessel und der Monitor zählen zu meinen engsten Vertrauten in den letzten Wochen. Meinem Handgelenk wird die enge Beziehung nun schon zu viel und es warnt mich eindrücklich vor weiteren getippten Wörtern.

Dog Typing fast

Das hört sich jetzt alles recht schlimm an. Ist es teilweise auch. Durch mein Prokrastinieren habe ich aber auch sehr viele positive Effekte kennengelernt.

  • Master of Toffifee
    wenn das mit dem Master of Arts nichts werden sollte, bin ich es zumindest of Toffifee. Ich kann euch detailgenau sagen, wie viel Stück ich essen kann, um satt zu werden, wie viel Stück ich mit anderen teilen kann und ab wie viel Stück ich wirklich zu viel habe. Harte Arbeit, viele Besuche im Supermarkt und jede Menge Müll hat mich dieses Studium gekostet. Für wichtige Dinge nimmt man sich eben die Zeit.
  • Ich lasse mich bekochen
    Ich habe keine Zeit zum Kochen, meine Freunde schon. Ich habe mir bereits einige Schlagwörter parat gelegt und schwubs werde ich zum Abendessen eingeladen. Am liebsten bei Katharina – dort gibt’s frische Wildkräuter und Gemüse vom Bauernmarkt.
  • Bergläuferin
    Zum Wandern habe ich aktuell keine Zeit. Bewegung brauch ich trotzdem. Also habe ich kurzerhand beschlossen den Grazer Hausberg nicht mehr im Gehen zu bezwingen, sondern aus Zeitgründen hinaufzulaufen. Klappt,…irgendwie und mit ganz viel Muskelkater. Wer sich der Challenge stellen will, soll sich bei mir melden.

Girl running in the mountains

  • Master of Augentropfen und Gesichtsmassage
    Ja, richtig gelesen. Ich beherrsche die wichtigsten Akupressur Tricks gegen Müdigkeit, weiß wie ich meine Augenpartie massiere, um wieder scharf zu sehen und habe gefühlt alle Augentropfen getestet.

Ihr seht, prokrastinieren hat seine Vor- und Nachteile. Ob ich meine nächste Masterarbeit wieder so lange hinauszögern würde? Mein Kopf sagt nein. Meine Erfahrung ja. In diesem Sinne wünsche ich allen Studienkollegen einen guten Endspurt und viel Durchhaltevermögen.

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