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Lesezeit: 3 Minuten

Wie auch schon im zweiten Semester – konnten wir auch in diesem aus zwei Wahlfächer wählen. Für mich war hier die Wahl relativ einfach. Neben dem Thema interne Kommunikation war für mich relativ schnell klar, dass ich als zweites Fach: Typografie und Interface Design wählen werden.
Neben den interessanten Inhalten zur Verwendung von Schriften im Web und den Grundlagen zur Typografie hätte die Vorlesung noch ein wenig mehr Enthusiasmus in der Vortragsweise vertragen. Letztendlich wurde uns ein gutes Werkzeug worauf es beim Einsatz der richtigen Typografie ankommt mitgegeben. Die Key Facts aus den Grundlagen zur Typografie findet ihr nachfolgend.

90 Prozent des Designs ist Typografie.

So is Typografie – unabhängig vom Ausgabemedium das primäre Instrument um Inhalte zu vermitteln. Es strukturiert dabei Informationen und bereitet diese nach ihrem Inhalt auf.
Die Schrift kann dabei seriös, verspielt, technisch oder elegant wirken.

Dabei unterscheidet man in 4 große Schriftgruppen

  1. Serif-Schriften
    (Merkmal: Querstriche an den Buchstabenenden – An- und Abstriche an den Linienenden). Grund: Wie noch nicht digital gedruckt werden konnte, war diese Schrift leichter zu handhaben. Die Lesbarkeit eines Textes wird durch diese Serifen verbessert.
    Beispiel für Serif-Schriften:
    – Times New Roman (klassische Serifschrift)
    – Garamond
    – Bodoni
  2. Serifenlose Schriften
    Sans-Serif sind auf aufgrund ihrer Klarheit besonders für hervorgehobene Elemente wie Überschriften geeignet – sie symbolisieren Klarheit.
    Beispiel für Sans-Serif
    – Helvetica (beliebteste)
    – Avenir
    – Futura (Wird von zB Nike verwendet)
  3. Schreibschriften
    (bzw. Script Fonts)
    Beispiel für Schreibschriften:
    – Pacifico
    – Brush Script
  4. Gebrochene Schriften (Fraktur)
    Dies sind heutzutage nicht mehr so stark in Gebrauch

Weitere wesentliche Begriffsdefinitionen

Schriftschnitte:

Je mehr Schnitte es gibt – umso besser ausgebaut ist die Schrift – durch verschiedene Schnitte ergeben sich mehr Möglichkeiten mit dieser Schriftart Gestaltungen durchzuführen.

Gängige Schriftschnitte:

  • kursiv
  • mager (light) – mit sehr dünnen Linien
  • fett (Bold)
  • schmal (condensed)
  • normale (regular)

Laufweite:

Die Laufweite bezeichnet den Abstand zwischen einzelnen Zeichen.
Die Laufweite ist entscheidend, ob man einen Text/ ein Schriftbild ausgewogen findet oder nicht. Beispiel: Das Wort wirkt ausgeglichen, ruhiger und ist besser lesbar.

Zeilenabstand

Der Zeilenabstand ist der Abstand zwischen den Grundlinien aufeinanderfolgender Zeilen.

Beispiel: 

Der 1. Absatz hat einen richtigen Zeilenabstand, die anderen beiden zeigen jeweils ein Extrem. Man merkt, dass es schwieriger wird, den Text zu lesen. Es ist harmonischer und einfacher den Text zu lesen, wenn der Abstand entsprechend gewählt wurde.

Anatomie der Buchstaben

Auch im Web spielt Typografie eine große Rolle. Gerade Usability, Accessibilty und gut lesbare Texte machen zu 95 % ein wirklich gutes Webdesign aus. Alle wesentlichen Informationen dazu bzw. auf was genau eine gute Web-Typografie ausmacht erzählt Barbara Mayer in ihrem Blogpost: Typografie im Web. Reinklicken lohnt sich.

Weitere Informationen zum Thema Typografie für Interessierte:
http://typogui.de/ – bietet praktische Tipps für korrekte Handhabung von Schriften
https://www.pierrickcalvez.com/journal/a-five-minutes-guide-to-better-typography – bietet ebenfalls eine kompakte Übersicht, worauf es bei der Schriftsetzung ankommt
https://type.method.ac/ – gute Seite um des eigene typografische Gespür zu testen

Bernd Walter

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