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Kitesurfen, Urlaub, Pause – und warum ich keinen Blogpost schreiben mag

Lesezeit: 3 Minuten

Viele meiner Studienkollegen haben bereits einen Blog über die Vereinbarkeit von Studium, Privatleben und Urlaub verfasst. Einige von uns haben bereits Webinare an warmen Sommerabenden auf der Terrasse ihres Ferienappartements mitverfolgt. Ich wiederrum habe mir ein Webinar auf dem Weg zum Gipfel in den Bergen angehört. Klar, das klappt nicht immer. Es gibt aber auch Vorlesungen, an denen man auch ohne Bild ausreichend teilnehmen kann.

Sonnengruß

Mein heutiger Blogpost kommt jedoch direkt aus dem sonnigen Süden der Kanaren. Ich bin gerade zwei Wochen Kitesurfen auf Fuerteventura. Mein Hauptaugenmerk liegt auf der richtigen Handhaltung der Bar, der optimalen Ausrichtung des Boards beim Wasserstart und dem perfekten Druckpunkt um den Kite im Windfenster zu halten. Ich starte in den Tag mit einem Yoga Sonnengruß, gefolgt von einem ausgiebigen Frühstück mit meinen sechs Reisebegleitern und ab geht’s in die Lagune, um im knietiefen Wasser dem Adrenalin zu frönen. Anna unsere Kitetrainerin wartet bereits mit aufmunternden Sprüchen und Daumen-Hoch um Marion und mich bei Laune zu halten. Abends kommen wir hundemüde in unser AirBnB, versorgen uns noch mit einer riesigen Schüssel Cornflakes und warten sehnlichst auf 22 Uhr um endlich ins Bett zu fallen.

Kitesurfen Fuerteventura
Kitesurfen Fuerteventura

Eine neue Sportart zu lernen ist anstrengend und bedarf jede Menge Ausdauer, Kraft und Disziplin. Es kommt mir gerade sehr unrecht, dass ich wieder einmal nachlässig bei den Deadlines war und es verabsäumt habe mich rechtzeitig um meine Abgaben zu kümmern. Jetzt sitze ich hier, acht Uhr morgens, die Sonne scheint, meine Freunde richten gerade das Frühstück, die Neoprenanzüge trocknen in der Sonne, im Hintergrund singt Bukahara Eyes Wide Shut. Ich muss bis Ende dieser Woche einen Blogpost verfassen und hadere mit meiner Pflicht als Studentin und meiner Belohnung eines Urlaubs.

Kites Fuerte

Jetzt, während ich über meinen Urlaub schreibe und mich über meine allzu oft vorkommende Prokrastination ärgere, finde ich es gar nicht mehr so schlimm diesen Blogpost zu schreiben. Der Inhalt mag recht banal sein, aber die Finger fliegen über die Tasten. Um meinem Studienkollegen Bernd noch gerecht zu werden folgt hier noch eine Liste mit zehn Gründen, wieso ich gerade keine Lust habe einen Blogpost zu verfassen.

  1. Der Kaffee duftet vom Frühstückstisch
  2. Ich habe einen Muskelkater in den Armen
  3. Max drängt mich noch weitere Kitesurf Tutorials zu verinnerlichen
  4. Ich muss meinen Sonnenbrand auf den Füßen mit Aloe Vera versorgen
  5. Die Eierspeis mit Tomaten ist jetzt fertig
  6. Anna bittet mich um einen zweiten Kaffee
  7. Die GoPro Videos vom Vortag werden analysiert
  8. Ich muss mein Lunch-Brot richten
  9. Hannes wartet mit dem „Käse-Brot“ auf mich
  10. Ich habe mein Alltagsleben gerade auf On-Hold gestellt und hab schlichtweg keine Lust

Fazit dieses Blogposts ist, dass ich mein Soll erfüllt und die Abgabefrist eingehalten habe. 😉
Und jetzt, ab an den Strand. Hangloose.

Wet Suit

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