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Umweltanalyse quick and dirty

Lesezeit: 3 Minuten

Ob für Content Strategen oder Marketingverantwortliche, Umweltanalysen stehen auf der Tagesordnung. Für mich hat es sich in der Praxis bewährt auf vorhandene Tools hierfür zurückzugreifen. Nicht immer ist es notwendig einen SWOT Katalog mühevoll zu erstellen. Ich zeige dir eine Möglichkeit, die dennoch zu guten Ergebnissen führt und viel weniger Zeit benötigt.

Hierzu setze ich keine aufwendige Umweltanalyse um, sondern eine Marktanalyse. Wenn es darum geht den Markt zu analysieren, sind meistens zwei Informationen besonders wichtig. Die Interessen der Kunden und die Maßnahmen des Mitbewerbs. Wobei der Fokus auf den Kundenbedürfnissen liegen sollte. Grundsätzlich halte ich die Frage nach dem Mitbewerb für interessant, jedoch ist dies meiner Meinung nach ein großer Hemmschuh für die Kreativität. Außerdem kann eine Orientierung am Mitbewerb bedeuten, dass ich immer einen Schritt hinterher bin. Aus diesem Grund betrachte zuerst die gesellschaftlichen Entwicklungen. Danach lege ich mir ein Grobkonzept, beziehungsweise die Idee zurecht und diskutiere diese mit einer Kollegin oder einem Kollegen und sehe mir erst danach an wie der Mitbewerb mit diesem Thema umgeht. Hier eine Anregung wie du zukünftig zu deinen Schlüssen kommst.

Zwei Tools auf die Verlass ist

Sekundärmarktforschung ist grundsätzlich aufwendig, umso empfehlenswerter ist die Zuhilfenahme von Tools die online zur Verfügung stehen. Im digitalen Zeitalter stehen diese Informationen zum Großteil frei zur Verfügung. Die Entwicklung der Google Suchanfragen stellt eine interessante Informationsquelle dar um in Erfahrung zu bringen wann welche Themen relevant sind. Google Trends lässt eine Analyse dieser Daten zu und bietet tolle Informationen und eine grafische Aufbereitung.

Google Trends

Bevor ich auf dieses Tool eingehe sei noch erwähnt, dass Google natürlich bei weitem nicht die einzige Suchmaschine ist, jedoch einen Marktanteil im deutschsprachigen Raum von rund 86% bei der Desktopsuche und 98% bei der mobilen Suche besitzt. Es ist weiterhin von einem Anstieg der mobilen Suche auszugehen.

Google Trends zeigt die tagesaktuellen Suchtrends an und lässt eine Untergliederung nach Themen oder eine geografische zu. Interessant finde ich unter anderem das Suchen nach gewissen Themen. Hierbei erhälst du eine Visualisierung wie sich das Interesse für einen Suchbegriff in einem gewählten Zeitraum entwickelt hat. Außerdem ist eine Gegenüberstellung mit anderen Begriffen möglich. Die Ergebnisse können nach Regionen aufgeschlüsselt werden (Ebene Bundesland beziehungsweise Stadt). Des weiteren werden ähnliche Suchanfragen die sich in letzter Zeit stark veränderten beziehungsweise „Top-Suchbegriffe“ vorgeschlagen. Auch eine Abonnement Funktion steht zur Verfügung, sowie die Möglichkeit Grafiken einzubetten, wie du am Weihnachtsgeschenke Beispiel siehst. Hier ist wie zu erwarten jährlich ein Anstieg ab Oktober bis Jänner zu sehen.

Google Trends Export - Weihnachtsgeschenk

Probiere Google Trends aus, suche nach den Trends deiner Branche und erfahre woran deine potentiellen Kunden interessiert sind.

Nachdem du einen Eindruck über die Interessen Kunden und die größten Mitbewerber im Zuge dessen gewonnen hast ist es Zeit für einen tiefergehenden Blick.

Wie performt der Mitbewerb?

Um dies herauszufinden, verwende ich gerne Similarweb, wobei die Ergebnisse erst ab einer gewissen Bedeutung der Webseite relevant sind. Die Anwendung bietet einen Blick in die wichtigsten Kennzahlen der eingegebenen Webseite. Folgende Informationen lassen sich so herausfinden:

  • Entwicklung der Anzahl der Webseitenbesuche

  • Durchschnittliche Sitzungsdauer

  • Anzahl an durchschnittlich besuchten Seiten pro Besuch

  • Absprungrate

  • Aus welchen Ländern die Seiten aufgerufen werden

  • Worüber die Webseitenbesucher kommen (direkt, verlinkt, Suche, Soziale Netzwerke etc.)

  • Die besten Referenzseiten und welche Seiten danach aufgerufen werden

  • Anteile durch Search Engine Advertisement (SEA) und organischer Suche akquirierten Websitebesuchen

  • Prozentuelle Aufteilung des durch soziale Netzwerke generierten Besucher

Der Vergleich mit dem Mitbewerb lässt relevante Schlüsse zu, wobei mir eines besonders wichtig ist.

Daten sind nett, Interpretation ist König

Ja, aufgrund von Google und Co ist es heutzutage einfach an Daten zu kommen. Umso genauer ist bei der Interpretation damit umzugehen. Wenn möglich, versuche deine Erkenntnisse beziehungsweise Empfehlungen doppelt zu untermauern. Viel Erfolg!

Quellen

https://seo-summary.de/suchmaschinen/

https://trends.google.de/trends/

https://trends.google.de/trends/explore?date=2016-01-11%202018-03-18&q=Weihnachtsgeschenke

https://www.similarweb.com/

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