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User Experience aus der Sicht eines Newbies

Lesezeit: 3 Minuten

User Experience von O auf 100

Zugegeben, User Research und User Experience war für mich ein unbekanntes Terrain. Allerdings war der Name „User Experience“ so vielversprechend für mich, dass ich mich richtig darauf freute. Was mich wirklich erwartet, konnte ich nur erahnen, allerdings wollte ich es einfach auf mich zukommen lassen.

Zu Beginn gab es ein bisschen Theorie und die hatte es in sich. Der User selbst hat zwar eine sehr bedeutende Rolle, aber im Hintergrund gibt es noch zahlreiche andere Faktoren, die im gegenseitigen Zusammenspiel von großer Relevanz sind.

5 Ebenen der User Experience

Hierfür gibt es eine super Grafik von Jesse James Garrett, der das Wichtigste auf fünf verschiedenen Ebenen zusammenfasst. In „The Elements of User Experience“ werden von User Needs bis hin zum Visual Design kurz und prägnant alle erforderlichen Schritte dargestellt.

Quelle: http://www.jjg.net/elements/pdf/elements_ch02.pdf

User Needs and Site Objectives

Die erste Ebene ist die strategische Ebene. Das heißt, hier werden Ziele gesetzt, die sowohl die Bedürfnisse des Nutzers, aber auch die Website selbst betreffen.

Functional Specifications and Content Requirements

Auf der zweiten Ebene werden die zuvor genannten Ziele umgesetzt. Dies passiert mit Hilfe von Funktionen, die den Usern helfen auf einer Seite zu navigieren. Hinzu kommt der passende Content, der diese Funktionen in der Ausführung unterstützt.

Interaction Design and Information Architecture

Die dritte Ebene ist sozusagen die Organisationsebene der Inhalte und Funktionen. Diese werden so aufbereitet, dass sie für den Nutzer leicht zugänglich sind und auch verstanden werden. Im Zusammenspiel mit Information Architecture hilft diese beim Navigieren und vor allem beim Finden von Inhalten.

Interface Design, Navigation Design and Information Design

Nach den drei zuvor genannten Ebenen entsteht ein erstes Muster der Seite oder Anwendung. Hier lässt sich schon erkennen, welche Komponenten für den User sichtbar sind und wie er Funktionen verwenden kann.

Visual Design

Die letzte der fünf Ebenen bezieht sich rein nur auf den Look der Seite. Wie sind Grafiken aufbereitet, vor allem so, dass sie auch den Nutzer ansprechen. Dabei sind auch die Qualität und das richtige Format wichtig. Aber auch der Text und andere Inhalte müssen für den User so gestaltet sein, dass sie zum Gesamtkonzept der ganzen Website oder Application passen.

Ausflug in die Praxis

Nach den Theorieeinheiten und ersten praktischen Übungen ertappte ich mich immer wieder selbst dabei, wie ich beim Lesen von Websites oft Dinge analysierte, die ich zuvor nie beachtet hätte. Jedoch war damit noch nicht Schluss. Wir durften auch erstmals selbst tätig werden. Der Auftrag dafür scheinte zunächst sehr banal zu sein. Naja… scheinte… .

Womit wir alle vermutlich nicht gerechnet haben, war dann doch ein richtig großes Projekt mit User-Befragungen und Konzeptentwicklung inkl. erster Mockups für unsere eigene App. Voll geladen mit Theorie durften wir an der Umsetzung arbeiten. Kurz kam etwas Zweifel auf, allerdings konnten sich die Ergebnisse sehen lassen. Gemeinsam in Gruppen wurde das Endergebnis in London präsentiert.

Fazit

Da ich zuvor noch keine wirkliche Erfahrung hatte mit User Experience und User Interface, kann ich im Nachhinein sagen, dass es richtig Spaß macht(e). Für mich persönlich war es eine neue Erfahrung und vor allem zu sehen, wie viele verschiedene Möglichkeiten es gibt User Needs herauszufinden. Besonders hilfreich waren Übungen in der Praxis, um auch zu verstehen, worauf es ankommt.

 

Bildquelle: Pexels

 

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