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Wie ich meine Masterarbeit überlebe

Lesezeit: 2 Minuten

Ich bin ein Last-Minute-Mädchen. Das klingt irgendwie falsch. Was ich damit meine ist, dass ich vieles viel zu spät anfange und mir somit unnötigen Stress antue. Eine ewige Aufschieberin halt 🤷🏼‍♀️

Für die Masterarbeit habe ich mir geschworen dagegen was zu tun. Teilweise hat es auch geklappt. 18 Tage vor der ersten Abgabe muss ich aber trotzdem gestehen, dass ich noch sehr viele Lücken im Text habe und mir sogar ganze Kapitel fehlen. Aber meine Strategie, die ich mir dieses Mal ausgedacht habe, hat dennoch gut funktioniert. Ich hätte von mir selbst mehr Prokrastination erwartet.

Es folgen meine Methoden, mit denen ich mich derzeit erfolgreich austrickse, um mit meiner Masterarbeit voran zu kommen:

Den Partner oder Partnerin in den Urlaub schicken.

Klingt gemein. Aber beide haben was davon. Ich habe keine Ablenkungen beim Schreiben, er ist befreit von meinen Stress- und Hysterieanfällen. Für’s Korrekturlesen darf er/sie aber gern wieder rechtzeitig heim kommen 🙂

Ein ruhiger, ungestörter, inspirierender Ort.

Für manche ist’s das Zuhause. Wenn man sich aber von dreckiger Wäsche, sich stapelnden Dokumenten oder der überfüllten Abwasch ständig ablenken lässt, kommt man nicht schnell genug weiter. Meine Homebase ist derzeit ein Coworking-Space. Im CocoQuadrat ist es angenehm klimatisiert, es gibt gratis Snacks und ich habe dort keinerlei Ablenkungen. Einfach perfekt. Auch Cafés wie das Tribeka oder Martin Auer eignen sich gut als Schreib-Location. Ich empfehle jedoch Noise-Cancelling-Headphones.

Musik.

Apropos Headphones. Für die Masterarbeit braucht man einen Soundtrack. Gute, in die Ohren gehende Beats, die einem den Rhythmus fürs Tippen vorgeben. In meine Playlist kann man hier reinhören. Wenig Gesang, viele eigenartige Melodien:

Koffein.

Kaffee trinke ich keinen. Nur äußerst selten. Ich verlasse mich auf Schwarztee. Am liebsten in Form von Eistee mit viel Zitrone. Ich freue mich tatsächlich jedes Mal auf dem Weg zum Cocoquadrat, weil ich endlich wieder meinen Black Lemon Tea bekomme!

Hier das Rezept:

https://takecarekomplementaer.blog/2019/07/19/vanillesuesser-zitroniger-sommerkuss/

Viel Schlaf.

Ich habe mir klarerweise eine Netflix-Sperre verhängt. Binge-Watching-Anfälle kann ich derzeit wirklich nicht gebrauchen. Somit sind die Abende meistens früh zu Ende. Um 22 Uhr heißt es: 🎵 La-le-lu nur der 👨🏻 im 🌝 schaut zu … 🎵 Am nächsten morgen ist man dann ausgeruht genug, um sich wieder in den Schreibwahnsinn hineinzustürzen.

Keine Freizeit erlauben.

Ich muss gestehen, hier spielt mir meine Knieverletzung in die Karten. Wenn man körperlich eingeschränkt ist, hält sich auch die Freizeitgestaltung in Grenzen. Aber jeder Art von Socializing bin ich im letzten Monat gekonnt ausgewichen. Meine Freunde haben bereits mein Gesicht vergessen. Bleibt in den nächsten drei Wochen auch noch so. Nur so konnte ich jeden Tag nach der Arbeit an meiner Master’s thesis sitzen.

Sich einen Countdown für etwas anlegen, auf das man sich freut.

Viele Leute stellen sich einen Countdown der in etwa so lautet: “Masterarbeit-Abgabe in 30 Tagen”. Mich versetzt das in eine Art Schockstarre. Mein Countdown heißt (und das ist jetzt wirklich etwas peinlich): “Minecraft in 30 Tagen”. Etwas auf das man sich freut und nach der erledigten Masterarbeit endlich tun darf spornt viel mehr an als die Panikmache.

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